Aus "Senatore Capelli" von Kenah Cusanit (Berlin: Matthes & Seitz, 2025)
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Außerdem müsste sich so ein Vortrag mit den Finanzierern dieser Studien und deren Interessen beschäftigen und würde so wieder beim Bundesinstitut für Risikobewertung landen und bei dessen als eigene Analysen herausgegebenen Einschätzungen derjenigen Unternehmen, deren Studienergebnisse das BfR eigentlich überprüfen und nicht wörtlich wiedergeben sollte. Und dann würde dieser Vortrag zu einer Kritik an diesem seltsamen BfR ausarten, das in der Kommission für Pflanzenschutzmittel und Biozidprodukte von Personen beraten wird, die für genau diejenigen Unternehmen arbeiten (Bayer, Syngenta, BASF), die ein Interesse an modernem Weizenanbau haben, weil sie erstens die passenden Pflanzenschutzmittel dafür herstellen, zweitens damit ein Drittel bis die Hälfte ihres Umsatzes erwirtschaften und drittens die für diese Pflanzenschutzmittel passenden resistenten Pflanzen produzieren, die sie gern auch in Deutschland anbauen möchten.
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Diese schönen, angefressenen Pinien neben der Fassade hier - über die könnte ich doch schreiben, würde ich aus meiner just antrainierten Sicht nicht gerade interessanter finden, dass die Food and Agriculture Organisation der Vereinten Nationen, die FAO, den Hunger in der Welt nach derselben Logik bekämpft, wie das Gebäude, in dem sie haust, gebaut ist.
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